Medizinische Infos
Ernährung - Milchzuckerunverträglichkeit

Ernährung bei Milchzucker-Unverträglichkeit

So reagiert Ihr Körper bei einer Milchzucker-Unverträglichkeit:

Bei einer Milchzucker-Unverträglichkeit kann der Körper den in vor allem milchhaltigen Nahrungsmitteln enthaltenen Milchzucker nicht verdauen. Beim Verzehr derartiger Produkte kommt es dann zu Krankheitssymptomen. Oft reichen schon kleinste Mengen, um die Beschwerden auszulösen. Dagegen hilft nur eines: Lassen Sie die Lebensmittel, die Sie nicht vertragen, konsequent weg aus Ihrer Nahrung!

Hier ist Vorsicht geboten!

Besondere Vorsicht empfiehlt sich vor allem bei der Verwendung von Fertiggerichten und beim Essen im Restaurant. Prägen Sie sich die Gerichte gut ein, in denen die Lebensmittel, die Sie nicht vertragen, vorkommen. Auch ist es möglich, dass Sie einmal Unverträglichkeitsreaktionen an sich feststellen, obwohl Sie Ihrer Ansicht nach die Diät streng eingehalten haben. Vielleicht enthielten Ihre Lebensmittel in einem solchen Fall Milchprodukte, ohne dass es für Sie ersichtlich war. Versuchen Sie auf jeden Fall, auch in einem solchen Fall, die Ursache zu ergründen. Nur so schaffen Sie es langfristig, alle Lebensmittel, auf die Sie reagieren, zu vermeiden.

Entscheidend ist die Schwere Ihrer Milchzucker-Unverträglichkeit

Der Schweregrad der Milchzucker-Unverträglichkeit ist individuell verschieden, bestimmt aber, inwieweit überhaupt noch Milchprodukte verzehrt werden dürfen. Es empfiehlt sich daher, zunächst die persönliche Toleranzstärke vom Arzt bestimmen zu lassen. Je nach Schweregrad der Intoleranz müssen Sie dann auf Milch und milchzuckerhaltige Milchprodukte völlig verzichten oder brauchen den Verzehr nur einzuschränken.

Bei Menschen mit nur leichter Milchzuckerintoleranz reicht es möglicherweise, wenn keine kalte Milch mehr getrunken und der tägliche Milchkonsum auf 4-5 kleinere Portionen verteilt wird. Wenn Sie zu dieser Gruppe gehören, sollten Sie aber auf jeden Fall Milch und milchzuckerhaltige Produkte immer nur in Verbindung mit fester Nahrung zu sich nehmen, also am besten in Verbindung mit einer Hauptmahlzeit.

Wer unter einer schweren Milchzucker-Unverträglichkeit leidet, muss eine strenge, milchzuckerfreie Diät zu sich nehmen.

Gleich, ob Sie ganz auf milchzuckerhaltige Nahrungsmittel verzichten müssen oder Sie in Maßen verzehren dürfen, Sie brauchen Informationen über Nahrungsmittel, die Milchzucker enthalten. Hier sind sie:

Die wichtigsten laktosehaltigen Nahrungsmittel

  • Nährmittel: Backwaren wie Brot, Brötchen, Kuchen, Gebäck

  • Milchprodukte: Milch, Molke, Frischkäse

  • Süßes: Schokolade, Nougat, Speiseeis

  • Wurst: vielen Wurstwaren und Fleischzubereitungen (z.B. auch Feinkostsalaten) wird gelegentlich Milchzucker zugesetzt. Fragen Sie daher vor dem Kauf Ihren Metzger!

  • Milchzucker kann auch als Hilfsstoff in Arzneimitteln enthalten sein. Informieren Sie daher vor dem Kauf von Arzneimitteln Ihren Apotheker über Ihre Krankheit.

Übrigens: Viele Menschen mit einer Milchzucker-Unverträglichkeit können Sauermilchprodukte wie Joghurt und Dickmilch sowie gut gereiften Käse zu sich nehmen. Sprechen Sie einmal mit ihrem Arzt hierüber. Vielleicht ist auch bei Ihnen ein Versuch lohnenswert.

Vorschläge zum Austauschen

Obgleich Sie auf Milch und Milchprodukte verzichten müssen, muss Ihr Speiseplan deshalb nicht eintönig sein. Fast alle Milchprodukte gibt es mittlerweile auch in Form milchfreier Sojaprodukte. Als Brotbelag eignen sich anstelle von Wurst, Quark und Frischkäse pikante Brotaufstriche wie beispielsweise die vegetarischen Pasten von Tartex. Oder weichen Sie auf Schinken aus.

Falls Sie einen Säugling zu ernähren haben, ist auch das kein Problem, denn mittlerweile gibt es eine Reihe milchfreier Babynahrungen.

Möchten Sie mehr über geeignete milchzuckerfreie Säuglingsnahrung wissen? Dann sprechen Sie uns an. Wir informieren Sie gern.

Was Sie sonst noch tun können

Wer auf den Verzehr von Milch und Milchprodukten - den wichtigsten Kalziumlieferanten in unserer Nahrung - verzichtet, nimmt oftmals zu wenig Kalzium zu sich. Wenn der tägliche Kalziumbedarf nicht gedeckt wird, kann dieses zu Folgeerkrankungen führen. So hat man beispielsweise festgestellt, dass gerade Menschen mit Milchzucker-Unverträglichkeit im Alter unter Knochenschwund, der sogenannten Osteoporose, leiden. Beugen Sie daher rechtzeitig vor und decken Sie Ihren Bedarf an Kalzium auf andere Art und Weise. Essen Sie beispielsweise bevorzugt kalziumreiches Gemüse, wie beispielsweise Brokkoli, Spinat und Grünkohl. Auch kalziumreiche Mineralwässer oder Fruchtsäfte mit Kalziumzusatz sind für Sie gut geeignet.

Darüber hinaus können Sie Ihren Tagesbedarf an Kalzium auch mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln (z.B. Kalzium-Brausetabletten) decken. Wir informieren Sie gern.


Wir über uns
ApoTeam
Apothekennotdienst
Aktuelle Themen
Selbsthilfe
Medizinische Infos
Aktuelles
Cholesterin
Diabetes
Hypertonus
Komplikationen
Ernährung
  Allgemeines
Ernährungssprüche
Nahrungsergänzung
Übergewicht
Zuckerkrankheit
Bluthochdruck
Durchblutungsstörungen
Erhöhte Triglyceridwerte
Gicht
Rheuma
Gelenkentzündung
Sodbrennen
PMS
Glutenunverträglichkeit
Milchzuckerunverträgl.
  Hypercholesterinämie
Senioren
Homöopathie
Orthomolekulare Medizin
Osteoporose
Pens und Geräte
Pharmazeut. Betreuung
Links
So finden Sie uns
Kontakt

Seitenanfang

Seitenanfang

© 2004 - 2006 Rathaus Apotheke - 68789 St. Leon - Rot
Home | Datenschutzhinweise | Nutzungsbedingungen | Inhalt | Impressum