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Ernährung - Gicht

Ernährungshinweise bei Gicht

Um einen Gichtanfall zu vermeiden, sind eine lebenslange Einhaltung einer purinarmen Diät und Mäßigkeit beim Alkoholkonsum nötig.

Allgemeine Ernährungsempfehlungen für Sie

Ihre Ernährung sollte purinarm sein (maximal 300 mg Purine pro Tag), am einfachsten erreichen Sie dies mit einer fleischarmen Diät. Nähere Hinweise finden Sie unten. Übrigens: Es ist weniger gefährlich, einmal eine Mahlzeit mit zu hohem Puringehalt zu sich zu nehmen, als ständig kleine Diätsünden zu begehen!

  • Essen Sie regelmäßig pflanzliche Rohkost. Dies führt zu einer basischen Reaktion in Ihrem Körper, wodurch mehr Harnsäure ausgeschieden werden kann.

  • Darüber hinaus sollten Sie möglichst viel trinken, am besten 3  Liter pro Tag. Auch Tee und Kaffee sind erlaubt.

  • Falls Sie übergewichtig sind, sollten Sie abnehmen, aber keinesfalls radikal! Durch eine falsche Reduktionsdiät können Sie sogar einen Gichtanfall auslösen.

Fragen Sie uns. Wir informieren Sie gern über eine für Sie geeignete Reduktionsdiät.

Entscheidend ist, dass Ihre Nahrung arm an sogenannten Purinen ist, denn Abbauprodukte der Purine sind Auslöser Ihrer Beschwerden.

Folgende Lebensmittellisten sollen Ihnen helfen, die für Sie geeigneten Produkte auszuwählen.

Ungeeignete Nahrungsmittel
(mehr als 200 mg Purin pro 100 g)

  • Fleisch: Fleischextrakt, Innereien (auch von Wild und Geflügel), Herz, Kalbsbries, Leber, Niere, Zunge, Leberwurst

  • Fisch: geräucherter Fisch, Fischkonserven, Hering, Sardellen (Anchovis), Sprotten, Garnelen, alle Fische, die kleiner als eine Forelle sind

  • Gemüse: weiße Bohnen, grüne Erbsen, Linsen

  • Getränke: alkoholische Getränke, vor allem Bier

Bedingt geeignete Nahrungsmittel (1 * am Tag)
(50-200 mg Purin pro 100 g)

  • Fleisch: Kalbfleisch, Rindfleisch, Schweinefleisch, Fleischbrühe, Geflügel, Wild, Wurstwaren

  • Fisch: Forelle, Heilbutt, Kabeljau, Schellfisch, Seezunge, Schalen- und Krustentiere, Kaviar, alle Fische, die größer als eine Forelle sind.

  • Gemüse: Hülsenfrüchte, Linsen, Erbsen, Bohnen, frische Erbsen, Pilze, Spargel, Spinat, Rosenkohl, Grünkohl

  • Kartoffeln: Bratkartoffeln, Pommes frites

  • Sonstiges Pfannkuchen, Reibekuchen, Erdnüsse

Geeignete Nahrungsmittel
(purinfrei bzw. purinarm oder in einer Form, die nicht zu Harnsäure abgebaut wird)

  • Gemüse/Salat: Blumenkohl, grüne Bohnen, Kohlrabi, Gurke, Karotten, Rosenkohl, rote Beete, Rotkohl, Sauerkraut, Schwarzwurzeln, Tomaten, Weißkohl, Wirsing, Zwiebeln, Endivien, Kopfsalat, Radieschen, Rettich

  • Kartoffeln: als Klöße, Püree, Suppe, Salzkartoffeln

  • Nährmittel: Cornflakes, Milchreis, Müsli (ohne Nüsse), Nudeln, Reis, Sago, Stärkemehl, Brot

  • Milchprodukte: Brie, Camembert, Emmentaler, Limburger, Frischkäse, Joghurt, Quark, Schlagsahne, Buttermilch, Milch

  • Obst: Äpfel, Apfelmus, Ananas, Apfelsinen, Aprikosen, Bananen, Birnen, Datteln, Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Kirschkompott, Melonen, Pfirsiche, Pflaumen, Preiselbeeren, Stachelbeerkompott

  • Getränke: Fruchtsäfte, Gemüsesäfte, Kakao, Kaffee, Milch, Mineralwasser, Tee

  • Gewürze: Anis, Curry, Dill, Essig, Knoblauch, Kümmel, Lorbeer, Meerrettich, Muskat, Nelken, Paprika, Petersilie, Pfeffer, Salz (wenig), Schnittlauch, Thymian, Vanille, Zimt

  • Sonstiges: Eier, Aufläufe, Senf, Ketchup, Tomatenmark

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