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Diabetes - Psychische Aspekte

Wie erleben Kinder Diabetes mellitus?

Die Diagnose eines Diabetes mellitus ist für das Kind meist ein schwerwiegendes Ereignis. Es reagiert mit seinem Verhalten ähnlich wie beim Verlust eines Angehörigen. Zunächst ist natürlich der Schock im Vordergrund.

Die Krankheit wird abgelehnt und das Kind versucht, sich gegen die Erkrankung zu wehren. Dies äußert sich zunächst in Aggression.

Anschließend hat das Kind Schuldgefühle, Depressionen und will das Vorhandensein seiner Erkrankung nicht anerkennen. Bei zwei Dritteln der Kinder kommt es zu Trauerangst und zu sozialer Isolierung. Bei einem Drittel kommt es zu schweren psychiatrischen Störungen in Form von depressiven Verstimmungen.

Wichtig ist es zu erreichen, dass das Kind zu einer Einstellung gebracht wird, in der es das Beste aus seiner Situation macht. Erst dann kann eine erfolgreiche Schulung durchgeführt werden. Das Kind oder der Jugendliche sollte möglichst nicht in die Situation kommen, dass es sich verlassen oder anders fühlt, als seine gleichaltrigen Spielgefährten.

Nachdem das Kind seine Krankheit akzeptiert hat, hat die Insulintherapie keine weiteren Auswirkungen auf die Psyche des Kindes. Kinder und Jugendliche mit Typ 1 Diabetes mellitus hatten im Vergleich zu stoffwechselgesunden Kindern keine weiteren psychologischen Auffälligkeiten.


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